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Gewonnen!

 

Rostocks kreative Köpfe punkteten 2012 mit der Idee zur ersten Science Soap aus Rostock. Sie wurde im Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft – Finale“ als eine von zehn Siegerprojekten ausgezeichnet. Der Träger dieses Wettbewerbs, der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, fördert zum Abschluss der Aktion zehn Städte, die mit ihren Projekten möglichst viele Menschen für ihren Wissenschaftsstandort begeistern wollen. 50.000 Euro stehen jedem Siegerprojekt zur Verfügung.

Im Vorfeld des Wettbewerbs haben Akteure um Prof. Dr. Uwe von Lukas vom Verein [Rostock denkt 365°] ein offensichtlich überzeugendes Konzept erstellt. Der Verein ist der Zusammenschluss aller Wissenschaftseinrichtungen der Regiopolregion Rostock – und hat bereits in den sechs Jahren seines Bestehens mit vielerlei Aktionen auf die Wissenschaft Rostocks aufmerksam gemacht.

Die Bewerbung

Ende März 2012 wurde die Bewerbung vom Oberbürgermeister Rostocks versandt. Es folgten knapp zwei Monate Abwarten. Und das Wissen, dass sich 32 Städte mit Ideen beteiligten. Am 27. April trudelt der Brief ein: Die Science Soap wird entstehen! Die Jury ist überzeugt. Eilends wird von der Filmproduktionsfirma Pinkau Interactive Entertainment ein Teaser für die Preisverleihung am 4. Juni 2012 produziert:

Und auch die damalige Rostocker Senatorin für Jugend und Soziales, Gesundheit, Schule und Sport, Kultur, Dr. Liane Melzer, war bester Laune: „Ich freue mich, dass die Hansestadt Rostock nach dem Gewinn des Wettbewerbes ,Stadt der jungen Forscher 2013' erneut mit einem Wissenschaftsprojekt siegreich war, in dem die Stadt mit dem Verein [Rostock denkt 365°], der IHK zu Rostock, der Universität Rostock und den Forschungseinrichtungen zusammen gewirkt hat. Das zeigt, dass der Wissenschaftsstandort Rostock im Aufwind ist und dies jetzt auch bundesweit gewürdigt wird.“

Prof. Dr. Uwe von Lukas – im Hauptberuf einer von zwei Direktoren des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung Rostock – freut sich besonders über die Möglichkeit, dank des Preisgeldes die Idee Wirklichkeit werden zu lassen: „Sie ist ein gutes Beispiel für das kreative Potenzial in unserer Hanse- und Universitätsstadt“, sagt er. Mit „Sturm des Wissens“, wie die Science Soap seit Juli 2012 heißt, „haben wir eine tolle Möglichkeit, in Rostock aber auch weit darüber hinaus zu zeigen, wie spannend Wissenschaft in unserer Stadt sein kann.“

Nach dem ,Go’ haben [Rostock denkt 365°] und die Senatorin Medienschaffende und Filmexperten an einen Tisch geholt – alles Kreative und Medienexpertinnen und -experten aus Rostock oder mit engen Verbindungen zur Hansestadt. Schnell wurde klar, eine fünfteilige Serie auf dem gewünschten hohen Niveau sowohl inhaltlich als auch in der Produktionsweise zu machen, erfordert eine Menge Engagement von allen Beteiligten und will gut geplant sein.

Schnell fanden sich die nötigen Arbeitsgruppen für die Science Soap zusammen: eine Kreativ-Runde, die Marketing-Gruppe, die Produktionsgruppe und natürlich die Steuerungsgruppe, in der alle Auftraggeber vertreten sind und die die notwendigen Entscheidungen trifft. Organisatorisches, die Finanzen und den Zeitplan des Science Soap-Projekts hat die Projektkoordinatorin Judith Platz-Greitsch im Blick.

Das Soap-Seminar

Authentizität wird bei der Science Soap groß geschrieben. So konnte eine Gruppe von Studierenden der Universität Rostock direkt auf die Inhalte von „Sturm des Wissens“ Einfluss nehmen. Prof. Dr. Elizabeth Prommer, Direktorin des Instituts für Medienforschung der Universität Rostock, brachte das Drehbuchseminar „Sturm des Wissens“ im Wintersemester 2012/2013 in ihr Vorlesungsverzeichnis. Rund 20 Studierende stürzten sich in dieses Seminar der etwas anderen Art: Hier lernten sie durch den Dozenten Andy Räder Grundlagen der Arbeit mit dem Medium Fernsehen und insbesondere auch die Theorie des Genres Soap Opera kennen. Ziel: den Inhalt für vier bis fünf Folgen „Sturm des Wissens“ zu entwickeln. Dabei unterstützte der erfahrene Dramaturg Carsten Schneider (u.a. Dozent an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam) die Studentinnen und Studenten bei der Erstellung der Storylines. Finanziell wurde das Drehbuch-Seminar vom Projekt „Deine Universität passt (zu) Dir!“ unterstützt.

 

 

 

An den „Sturm des Wissens“-Storylines haben mitgewirkt: Claudia Altmann, Bettina Bohnsack, Stephanie Busch, Carolin Eisele, Bente-Aileen Frede, Anja Grigowski, Hans-Frederick Keil, Sarah Kreyenbring, Catarina Maaß, Julia Natusch, Daniela Nitzsche, Natalja Podolska, Julia Schneider, Maria Sklomeit und Julia Stüwe. Drehbuchcoach für die Stoffentwicklung war Carsten Schneider.

 

 

Ende Februar 2013 lagen die Storylines aus dem Drehbuchseminar vor, sozusagen ein Bündel Rohdiamanten – bereit zur Staffelstab-Übergabe an die Profi-Autoren. Diese haben dann aus den Storylines mit Blick auf die dramaturgischen Belange und die Produktionsbedürfnisse ein Drehbuch mit Dialogen und allem, was sonst noch für die Umsetzung der Geschichte dazu gehört, geschrieben. Das Team bestand aus der Hauptautorin Janny Fuchs und den Co-Autoren Mark Auerbach, Andreas Ehrig, Thomas Wüstemann und André Jagusch, der auch Regisseur der Science Soap ist. Mark Auerbach, Andreas Ehrig und Thomas Wüstemann gehören zum Kreativnetzwerk Rostocker Schule.

In der Woche vom 22. bis 29. Juli 2013 haben sich die Schauspielstudierenden der Rostocker Hochschule für Musik und Theater, die dieses Projekt im Rahmen ihres Abschluss-Workshops im Studium übernehmen, schon in ihre Rollen einleben können. In einem Workshop wurden unter der Leitung von Regisseur André Jagusch Texte gepaukt und Szenen einstudiert. Am 30. Juli haben schließlich die Dreharbeit zu den fünf Folgen „Sturm des Wissens“ mit insgesamt rund 50 Minuten Sendezeit begonnen - die letzte Klappe fiel am 16. August 2013 auf dem Dach eines Hauses im Rostocker Viertel Kröpeliner-Tor-Vorstadt.

 

 

Viele kreative Köpfe aus der Rostocker Film-, Theater- und Fernseh-Szene waren an der nicht-kommerziellen Low-Budget-Produktion beteiligt: Als Produktionsfirma für den Verein [Rostock denkt 365°] fungierte Thomas Böhm bzw. die Juni Media GmbH & Co. KG, umgesetzt wurde die Produktion durch das lokale Filmemachernetzwerk „Rostocker Schule“, das Institut für Neue Medien war Kooperationspartner.

Klar ist: Alle die mitgemacht haben, haben viel Eigeninitiative und Engagement in diese Low-Budget-Produktion investiert - wir danken allen Beteiligten und allen Unterstützern, die die Serie ermöglicht haben.

 

Produktionsleiter war Thomas Wüstemann, Regie führte André Jagusch, das Intro und die Rostock-Zwischenszenen, sowie die Inhalte der Overlays wurden vom 2nd-Unit Regisseur Andreas Ehrig verantwortet und gestaltet. Beim Dreh bzw. Produktion waren zahlreiche Filmschaffende aus Rostock beteiligt.


Wenn das eure Neugier schon geweckt habt, schaut euch unter Dreharbeiten um, hier gibt's viele Stories und Fotos. Auch auf unserer Facebook-Seite werdet ihr stets mit News versorgt.

FÜNF FOLGEN

Fünf Folgen „Sturm des Wissens“ sind es geworden mit insgesamt rund 60 Minuten Sendezeit.

Toll ist: Die wichtigen Rollen in der Science Soap haben Studierende der Rostocker Hochschule für Musik und Theater im Rahmen eines Workshops im Schauspielstudium übernommen. Außerdem haben etliche Statistinnen und Statisten aus Rostock und Umgebung mitgewirkt.

Zur „Sturm des Wissens“-Handlung: Grade frisch in Rostock angekommen soll Nele (Anke Retzlaff) die von ihrer Familie bereits festgezurrten Berufspläne erfüllen. Doch ihr Herz kann sich einfach nicht für eine Hotel-Laufbahn erwärmen. Ihre ersten Kontakte in der neuen Stadt führen sie in die Wissenschaftswelt: Julia (Katharina Goebel) ist Praktikantin im Marine Science Center bei der strengen Vorgesetzten Christine (Monke Ipsen), Masterstudentin Anastasija (Anastasija Bräuniger) will sich unbedingt einen Platz auf dem Forschungsschiff des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung sichern und dann ist da noch Dozent Florian (Thomas Lettow), der Neles Talent für Physik bewundert. Zwischen Hörsaal, Labor und Strand erleben alle nicht nur Herzens- und akademische Herausforderungen, sie müssen sich auch gegen Mitstudent Clemens (Caspar Weimann) verbünden, der ein unfaires Spiel treibt...

 

 

 

 

Ausstrahlung

An 16 Drehtagen wurden also alle Folgen abgedreht. Im Anschluss wurde das Filmmaterial geschnitten und dem Ganzen der Feinschliff wie Farbkorrekturen und Vertonung verpasst, damit am 6. Dezember 2013 die Premierenfeier stattfinden konnte - zwei Fotos-Galerien von der Feier gibt es unter  https://www.facebook.com/SturmDesWissens zu sehen.

Seit Freitag dem 13.12.2013 wird wöchentlich ausgestrahlt auf der Seite www.sturm-des-wissens.de und immer freitags um18.30 Uhr auf dem regionalen Fernsehsender MV1. Alle Folgen sind später kostenlos und unbegrenzt auf www.sturm-des-wissens.de abrufbar.

Wer ebenfalls gern die "Sturm des Wissens"-Folgen vorführen oder ausstrahlen möchte, kann sich gern an den Verein [Rostock denkt 365°] wenden, um die Details zu besprechen (denken@rostock365.de).

Und es gibt weitergehende Pläne für die Verbreitung: zum Beispiel als Angebot an Kinoverleiher, die Science Soap als Vorfilm oder im Rahmen von Double-Features aufzuführen; auf Filmfestivals für junge Film- oder Medienmacher; als Science Soap-Rundtour für Schulen und Universitäten und Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern, Norddeutschland und bundesweit und natürlich die Ausstrahlung bei Veranstaltungen der Universität Rostock und von wissenschaftlichen Einrichtungen in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern.