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08.08.2013 18:34

7. Drehtag: „Gestorben“ (6.8.)


In einem sonst quirligen und geräuschvollen Ambiente, der Cafeteria der Hochschule für Musik und Theater Rostock, wurde es am 6. August ausnahmsweise mal ganz leise. Das Dreh-Team für „Sturm des Wissens“ war im Haus.

Daher war außer den Schauspielern, dem Schuhe schlurfen der Statistinnen und Statisten sowie dem Klicken der Kasse während des Drehs nicht viel zu hören. Wurden die Schuhe zu laut, kam oft die Anweisung: Schuhe bitte ausziehen! Dann wurde also barfuß weiter gemacht.

Alle wirkten auch am siebten Drehtag aufmerksam und zielstrebig. Auch nach dem zehnten Versuch, eine Szene in Gang zu kriegen, darf halt niemandem etwas von Stress angemerkt werden. Bekanntlich herrschte ein straffer Zeitplan.
So kam es, dass ein- und dieselbe Szene über zwei Stunden lang gedreht wurde – nur jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven.

Dass Schauspieler auch nur Menschen sind, merkte man spätestens dann, wenn einem (in diesem Falle „Florian“-Darsteller Thomas Lettow) ein herzliches „Sch***“ entfleucht, als wegen (s)einem Texthänger die Szene abgebrochen werden musste.

Die Stille wurde meist nur durch Regisseur André Jagusch unterbrochen, auf dessen Ausruf „Gestorben“ jeder am Set hinarbeitete. Denn dieses morbide Wort signalisiert Positives: dass die jeweilige Szene im Kasten ist.

Dann gab es kurze Pausen. Die Schauspieler überlegten mit André das weitere Vorgehen und die Statistinnen und Statisten tauschten sich über die Arbeit am Set und bereits gesammelte Erfahrungen bei Dreharbeiten aus.

Um die Mittagszeit hieß es für die gesamte Crew: Mittagspause. Der Drehtag in der Cafeteria war damit geschafft.


Auf den Fotos; oben: Scheinbar normales Treiben in der Cafeteria der HMT. I wo, alles gestellt. „Sturm des Wissens“ macht es möglich.

Unten: Auch in der Cafeteria: Anke Retzlaff (in der Hauptrolle als „Nele Wagner“).

Alle Fotos: ITMZ der Universität Rostock